
Bild 1 - Schlammflüsse/Lahare im Bach Achupashal (Quelle: Observatorio del Volcán Tungurahua)
Am 19. April regnete es zwischen 20:00 und 20:20, Ortszeit, im Westen und Süd-Westen des Vulkans Tungurahua. Die Regenfälle waren moderat bis leicht in Siedlungen wie Bilbao, El Manzano, Chogiontus und Palictahua. Wenige Minuten später verzeichneten die seismischen Sensoren und die Überwachung der Schlammflüsse einen Anstieg der Energie in den Stationen, die an den Abflüssen im Westen (Bilbao) und im Süd-Westen (Mapacayu), installiert sind. Wächter meldeten Lärm und Vibrationen des Bodens.
Diese waren Anzeichen von Schlammflüssen oder Laharen, welche bis ca. 22:30 Uhr den Berg hinunter flossen.
Das Personal des Observatoriums des Vulkans Tungarahua führte am Morgen des 20 April eine Evaluation der Ablagerungen der Lahare, welche den Bächen nach hinunter flossen, durch.
An den nord-östlichen und östlichen Flanken gab es keine Schlammflüsse.
In den Bächen im Norden, wie Juive-La Pampa, wurden die Belege für einen kleinen Schlammfluss gefunden, welcher Klasten (Gesteinsfragmente vulkanischen Ursprungs) von 10 bis 20 cm Durchmesser enthielt.
In den Bächen im Nord-Westen, wie Achupashal, Pirámide und Pingullo waren die Lahare bedeutender und enthielten Blöcke von Durchmessern zwischen 3 und 5 Metern (Bild 1).
Lahare enthalten Klasten (Gesteinsfragmente vulkanischen Ursprungs) verschiedener Grösse – von Asche bis zu solchen von mehreren Metern Durchmesser – welche bei Regen einen Fluss bilden, der aussieht wie fliessender Beton.
Lahare können sehr gefährlich sein, speziell die grossen Lahare. Dies können sich mit mehreren dutzend Metern pro Sekunde fortbewegen, mehrere hundert Meter breit und dutzende Meter tief sein.
(Quelle: Instituto Geofísico EPN – spanisch)
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